Einstellung in der Krise

Foto von links: Nicole Jucks und Mechthild Jäger vom Jobcenter Kreis Paderborn mit Friseurmeisterin Martina Meier vom Haarstudio am Kilianplatz.

Unterstützung für etablierten Friseurbetrieb

Durch die Corona-Krise gelten im Friseurgewerbe momentan Regeln zur Hygiene, bei denen man sich früher nicht hätte vorstellen können, einen Salon überhaupt zu öffnen. Die Alternativlosigkeit bewog Martina Meier dazu, ein Lösungskonzept für ihren Salon am Kilianplatz zu erarbeiten. Doch dann kündigt eine langjährige Mitarbeiterin, weil sie zur Risikogruppe für das Coronavirus zählt. Das Konzept zur Wiedereröffnung steht plötzlich auf der Kippe.

Im Salon mit drei Friseurinnen dürfen maximal drei Kunden gleichzeitig bedient werden. Und das natürlich nur mit Mundschutz. Nach den wochenlangen Schließungen wird die Nachfrage groß sein, das ist Martina Meier bewusst. Wartezeiten und Verzögerungen müssen eingeplant werden und die Kunden sollen im Freien vor dem Salon warten.

Um den plötzlichen Personalmangel auszugleichen, wendet sich Martina Meier an die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt vom Jobcenter Kreis Paderborn. Nicole Jucks kennt sich aus mit der Vermittlung von Arbeitskräften. Sie stellt den Kontakt zum Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit her, damit dort ein Stellenangebot aufgenommen wird. Außerdem informiert sie Mechthild Jäger. Diese ist Intensivvermittlerin im Jobcenter und ist besonders in Krisenzeiten eine gute Ansprechpartnerin für die Suche nach geeignetem Personal. Mit gutem Ergebnis: Die Friseurin Sonja Behrendt kommt zum Vorstellungsgespräch und überzeugt die Friseurmeisterin nach einem einwöchigen Praktikum von ihren Qualitäten. Sie wird unbefristet in Vollzeit eingestellt und sorgt seitdem dafür, dass die Wartezeiten für die Kunden nicht zu lang werden und dass das Haarstudio am Kilianplatz kein weiteres Opfer der Corona-Maßnahmen sein wird.

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