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Jugendberufsagentur Paderborn

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Bild von links: Horst-Hermann Müller, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Paderborn, Dr. Ulrich Conradi, Kreisdirektor Kreis Paderborn, Wolfgang Walter, Beigeordneter der Stadt Paderborn, Rüdiger Matisz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für

Jugendberufsagentur jetzt auch in Paderborn – Hilfen werden gebündelt

Agentur für Arbeit, Jobcenter sowie Kreis und Stadt Paderborn unterzeichnen Kooperationsvereinbarung für ein Arbeitsbündnis Jugend und Beruf im Kreis Paderborn.

Gemeinsam geht vieles besser, auch die berufliche und soziale Integration junger Menschen in Kreis und in der Stadt Paderborn. Die Arbeitsagentur Paderborn, das Jobcenter Kreis Paderborn, der Kreis und die Stadt Paderborn bündeln daher jetzt ihre Kräfte im „Arbeitsbündnis Jugend und Beruf im Kreis Paderborn“. Am 09. Februar unterzeichneten die Partner die Kooperationsvereinbarung, die die Zusammenarbeit regelt.

Nicht alle junge Menschen haben die gleichen Startbedingungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Noch immer verlieren zu viele Jugendliche den Anschluss. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Sei es der fehlende Schulabschluss, Probleme im sozialen Umfeld, fehlende Orientierung, mangelnde Motivation oder einfach nur der falsche Freundeskreis. Bislang kümmern sich verschiedene Institutionen nebeneinander um diese jungen Menschen. Die Arbeitsagentur, die frühzeitig beruflich orientiert, berät und in Ausbildung vermittelt, das Jobcenter und die Träger der Jugendhilfe von Stadt und Kreis Paderborn, die besonders förderungsbedürftige Jugendliche unterstützen sowie das Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Paderborn, das die unterschiedlichen Maßnahmen und Ansätze im Übergang Schule und Beruf moderiert. Jeder für sich hat eigene Kompetenzen, eigene Angebote und Budgets. Für Jugendliche bedeutet das unterschiedliche Anlaufstellen und verschiedene Ansprechpartner. Dabei ist es nicht auszuschließen, dass mangelnde Kenntnis und Abstimmung in der Praxis manchmal zu Brüchen in der Integrationsarbeit führt. Hier setzt das Arbeitsbündnis an. Ziel ist eine stärkere Verzahnung und Koordinierung der bereits vorhandenen Angebote und ein Zusammenrücken der fünf Akteure. Es geht nicht mehr um die Frage nach Zuständigkeiten, sondern um den Willen gemeinsam verantwortlich zu sein. Durch die intensiviere und besser koordinierte Zusammenarbeit sollen Ausbildungsabbrüche vermieden, längere Zeiten von Arbeitslosigkeit wirkungsvoll reduziert und leistungsschwächeren Jugendlichen durch gezieltere Betreuung ein leichterer Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung verschafft werden.

Im Vorgriff auf die gemeinsame Aufgabe haben Arbeitsagentur und Jobcenter bereits ihre Aufgaben gebündelt und arbeiten seit November 2015 in Räumen der Agentur zusammen.

Hinzu kommen jetzt die Unterstützungs- und Beratungsleistungen der Jugendämter von Stadt und Kreis sowie die Aktivitäten des Bildungs- und Integrationszentrums des Kreises zum gemeinsamen Angebot „aus einer Hand“.

Das Arbeitsbündnis Jugend und Beruf zielt dabei auf die jungen Menschen der Region von 15 bis unter 25 Jahre ab, die hier ganzheitlich intensive und an die individuellen Problemlagen ausgerichtete Betreuung und Förderung erhalten, um einen gelungenen Berufseinstieg durch eine Berufsausbildung zu erreichen.

„Mit den gemeinsamen Bündnis gestalten wir aus dem Nebeneinander ein Miteinander“, so Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi. „Lokales Handeln wird dadurch gebündelt und noch stärker strukturiert. Ich verspreche mir, dass wir so die jungen Menschen noch besser erreichen und beruflich und sozial integrieren können.“

Für Rüdiger Matisz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Paderborn, besitzt die „Jugendberufsagentur“ eine wichtige arbeits- und ausbildungsmarktliche Bedeutung: „Die Demografie sorgt für sinkende Schulabgängerzahlen. Wenn wir unseren Betrieben auch zukünftig genügend Fachkräfte für ihre Unternehmen vermitteln wollen, dann dürfen wir weder auf dem Weg durch die Schule noch durch die Berufsausbildung junge Menschen verlieren. Wir brauchen jeden und dafür ist das Arbeitsbündnis Jugend und Beruf das richtige Instrument“.

Horst-Hermann Müller, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Paderborn, sieht vor allem die Chance, mit der Kooperation mittelfristig den Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit zu unterbrechen. „Nur über einen stabilen Lebenslauf mit guter Ausbildungsbasis ist eine existenzsichernde Beschäftigung möglich. Im Zusammenwirken der beteiligten Einrichtungen können wir insbesondere den Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf zielführende Unterstützungsangebote zugänglich machen und sie auf dem Weg zu einer angemessenen Qualifizierung begleiten.“

Wolfgang Walter, Beigeordneter der Stadt Paderborn, in dessen Dezernat auch das Jugendamt der Stadt fällt, ergänzt: Wir sind überzeugt, dass die partnerschaftliche, abgestimmte Vorgehensweise die beste Möglichkeit ist, die vielschichtigen Problemlagen junger Menschen zu lösen. Junge Frauen und Männer sind die Grundlage unserer Zukunft. Damit möglichst alle mitgenommen werden, ist es sinnvoll, die über die Träger der Jugendhilfe verteilten Ressourcen optimal zu verknüpfen.“

Jetzt besteht die Chance, diese Hilfen aus einer Hand und ohne lange Wege anzubieten!

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