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Projekt Upcycling - Einfälle statt Abfälle

Projekt Upcycling
Haben für Dinge vom Müll eine neue Verwendung gefunden: Hinten von links: Bettina Güvercin, Christoph Nolte (SPI), Dorothee Bräuer (SPI), vorne: Christopher Jakobi und Hubertus Hilleke.

Die Verschmutzung der Meere durch Plastikabfälle ist bekannt und ein riesiges Problem für die Umwelt. Warum also nicht mal Abfall vermeiden und aus nicht mehr benötigten Dingen etwas Neues herstellen, das noch viele Jahre verwendet werden kann?

Mit viel Kreativität und unter Anleitung von erfahrenen Handwerkern haben im Projekt „Upcycle Studio“ 12 junge arbeitslose Männer und Frauen Ideen entwickelt und Möbel und Einrichtungsgegenstände aus Abfällen hergestellt. Der aus dem englischen stammende Begriff Upcycling bedeutet übersetzt so viel wie „aufwertende Wiederverwendung". Scheinbar nutzlose Materialien werden in neuwertige Produkte umgewandelt und wieder nutzbar gemacht. So stehen am Ende der sogenannten Arbeitsgelegenheit als Ergebnis Sitzbänke aus Einwegpaletten, Lampen aus Wasserkanistern oder Pflanzbehälter aus Konservendosen. Außerdem wurden Bauanleitungen geschrieben und als Videotutorial zum Nachmachen verfilmt.

Die Teilnehmer sind stolz: Ihre Produkte werden im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 35-jährigen Bestehen der Sozialpsychiatrischen Initiative Paderborn e.V. (SPI) im Rathaussaal der Stadt Paderborn ausgestellt. Die Ausstellung markiert gleichzeitig den Höhepunkt und den Abschluss der Arbeitsgelegenheit.

In den vergangenen sechs Monaten konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben: „Durch die pädagogische Betreuung wird den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, sich selbst und ihr Tun zu reflektieren“ erläutert Dominik Steffan. Er ist Fallmanager im Team für Jugendliche und junge Erwachsene im Jobcenter Kreis Paderborn und betreut das Projekt Upcycling, das von der SPI ins Leben gerufen wurde. Bettina Klaßen-Leitloff leitet das Begleitzentrum Mitarbeit bei der SPI und weiß: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen nicht nur, Verantwortung für das zu übernehmen, was bereits produziert wurde, sondern auch, Verantwortung für den eigenen Lebensweg zu zeigen.“

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